Elternvertreter_innen aus allen Bundesländern haben eine Bundeselternvertretung gegründet, die sich für Kinder in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege einsetzt. Die Kooperation über Bundeslandsgrenzen hinweg war uns zu wenig. Wir wollten unsere Zusammenarbeit intensivieren. Wir wollen Kindern und ihren Familien bundesweit eine Stimme geben. Wir wollen die Ausgestaltung der frühkindlichen Bildungseinrichtungen mitgestalten. Aus unserer Sicht ist die Elternmitwirkung dabei unverzichtbar.

Im November 2014 haben wir in Gotha unserer Zusammenarbeit einen Namen gegeben. Die BEVKi wurde gegründet.

An dieser Stelle möchten wir uns – die Bundeselternsprecher_innen – vorstellen, die auf der BEVKi-Vollversammlung am 23. September 2018 gewählt wurden:

Katja Wegner-Hens

Ich bin verheiratet und Mutter von fünf Kindern. Ich engagiere mich seit nunmehr 12 Jahren aktiv in der Elternarbeit, vom Kindergarten bis hin zur Oberstufe.In Geilenkirchen bin ich seit 5 Jahren Vorsitzende des Jugendamtselternbeirates, seit drei Jahren bin ich zudem im Landeselternbeirat der Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen aktiv, seit einem Jahr davon im Vorstand. Für mich steht dabei die ganzheitliche Entwicklung, als auch die fachliche Weiterentwicklung primär im Vordergrund. Die Schwerpunkte liegen dabei, auf Anliegen und Belange zu Themen wie Elternbeiträge, Inklusion, Sprache, Kita-Ausbau, Öffnungszeiten und gesunde Ernährung. Ich nehme dazu regelmäßig an Sitzungen im Ministerium und auch im Landtag teil, um die zuvor genannten Punkte voranzutreiben. Ferner bin ich als Sachverständige im Familienausschuss des Landtags ständig im Austausch mit Gewerkschaften, Trägern und Verbänden. Dabei verstehe ich mich als Sprachrohr der Elternschaft. Für mich ist die Beitragsfreiheit oberste Prämisse, bei zeitgleichem Ausbau von Qualität. Bildung soll für jeden zugänglich sein – unabhängig vom sozialen und wirtschaftlichen Hintergrund, um gleiche Voraussetzungen für alle zu schaffen.

Gern möchte ich die Worte von Norman Heise aufgreifen:

„Wir haben mittlerweile einige Herausforderungen, die nicht mehr nur allein auf Landesebene zu klären sind. Diese Herausforderungen möchte ich mit meinen Mitstreiter_innen im Sinne des Gründungspapieres angehen und Lösungen schaffen.“

Ich freue mich darauf, die anstehenden Herausforderungen, mit meinen Mitstreitern aktiv anzugehen um konstruktive Lösungen für alle zu schaffen.

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Ulrike Grosse-Röthig

Im Januar 2017 wurde ich zur Landeselternsprecherin für Kindertagesstätten in Thüringen gewählt, nachdem ich schon seit 2015 in meiner Heimatstadt Weimar das Amt der Stadtelternsprecherin innehatte. Seit September 2018 bin ich auch Bundeselternsprecherin.

Ich bin Mutter zweier Töchter und arbeite als Rechtsanwältin.

Meine Tätigkeit als Elternsprecher auf Ebene der Kommunen, des Landes und des Bundes ist geprägt von der Überzeugung, dass es gegenüber jedem Kind das Versprechen einzulösen gilt, durch Bildung alles erreichen zu können. Jedes Kind, egal aus welchem sozialen und wirtschaftlichen Hintergrund, hat Anspruch auf eine gute Bildung. Ich stehe daher für Beitragsfreiheit UND Verbesserung der Qualität in den Kindergärten ein. Für gute Bildung von Anfang an.

 

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Katharina Queisser

Ich bin Katharina Queisser, wohne mit meiner Familie in Berlin-Siemensstadt, studiere (Bildungs- und Erziehungswissenschaft) und arbeite in Dahlem, arbeite ehrenamtlich in mehreren Bezirken Berlins und nun auch im gesamten Bundesgebiet als Elternvertreterin für die Kindertagesbetreuung.

Damit ein Kind glücklich und geborgen aufwachsen kann muss das Umfeld dafür geeignet sein. Da sind zum Einen die Rahmenbedingungen, die stimmen müssen und zum Anderen sind es die Menschen, die das Kind umgeben. In erster Linie sehe ich die Familie, dann unsere Gesellschaft und fast täglich sind es die Akteure der Kindertagesbetreuung die sich in ihrem Umfeld ebenfalls glücklich und geborgen fühlen dürfen. Deshalb braucht es für mich den Dialog in Erziehungspartnerschaften und Rahmen- bzw. Arbeitsbedingungen die den Akteuren die Möglichkeit bieten, ihre Profession zu leben, weiterzuentwickeln und auch außerhalb ihrer Arbeit ein glückliches und geborgenes Leben zu führen.

Zentrale Ziele als Bundeselternvertreterin sind für mich, bis 2020 die Vertretung und Teilnahme aller Bundesländer in und an der BEVKi. Das heißt vor allem eine handlungsfähige und stabile Landesvertretung in jedem Bundesland beim Aufbau zu unterstützen, die dann ihrerseits auf Kommunal- und Gemeindeebene unterstützend wirken und sich auf der Bundesebene beratend einbringen kann. Die Elternvertreter müssen vernetzt sein, damit eine gelungene Erziehungspartnerschaft gelebt werden kann. Zur Verbesserung der Steuerung des Systems der Kindertagesbetreuung möchte ich mit der Stimme der Eltern beitragen. Unter anderem sollen die Länder die für sie passenden Werkzeuge und Instrumente an die Hand bekommen, um ihre Kitalandschaft unabhängig vom Geldbeutel der Eltern für alle zu öffnen und qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung anbieten zu können. Denn Kinder haben ein Recht auf Bildung.

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Sabrina Jungenkrüger

Mein Name ist Sabrina Jungenkrüger, geboren im Mai 1990 verbrachte ich meine Jugend in der Gemeinde Tarmstedt und lernte schon früh das Leben von benachteiligten Kindern kennen. Heute lebe ich mit meinen Ehemann und unseren 4 Kindern im Schweizer Viertel der östlichen Hansestadt Bremen.

Bereits 2013 stärkte ich als stellvertretende KiTa Elternsprecherin des Kinder- und Familienzentrums Schwedenhaus die Belange der Eltern und das Team der Einrichtung. Durch den starken Sanierungsbedarf unserer Einrichtung trat ich in einen intensiven Kontakt mit dem Ortsbeirat und dessen politischen Arbeiten. Mit großer Unterstützung des Gesamtelternbeirats des kommunalen Trägers „KiTa Bremen“ machte ich mich mit dem diesen Ehrenamt der Elternvertretung in der Kindertagesbetreuung vertraut.

Mit dem Start in das KiTa Jahr 2015 wechselten nicht nur meine Kinder die Einrichtung, sondern auch ich mein Aufgabenfeld. Als KiTa-Sprecherin des Kinder- und Familienzentrums Engadiner Straße stellte ich mich auch zur Wahl als aktives Mitglied des Vorstandes des Gesamtelternbeirates des Trägers und engagierte mich unteranderem sehr viel für die Belange aller Einrichtungen des städtischen Eigenbetrieb als Delegierte der Zentral-Eltern-Vertretung Bremen. Durch den großen personellen Umbruch der Elternvertretung im Jahr 2016 übernahm ich nicht nur kurzzeitig den Vorsitz des Gesamtelternbeirates KiTa Bremen, sondern konzentrierte mich immer mehr auf die Arbeiten der Bundeselternvertretung.

Gestärkt durch das Vertrauen meiner Vorgänger und der Unterstützung der Bremer Gremien möchte ich nun die Arbeit landesübergreifend in der Bundeselternvertretung aufnehmen und für das gemeinsame Grundrecht der frühkindlichen Bildung und der Chancengleichheit kämpfen.

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Danilo Fischbach

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Ich bin Danilo Fischbach, 33 Jahre alt, verheiratet und Vater einer dreijährigen Tochter.

Ich engagiere mich auf Landesebene für gebührenfreie Kitas. Lange Jahre war ich Fußball-Schiedsrichter und vor gut zwei Jahren erschrocken über die kommunalen Unterschiede in den Kitagebühren, als meine Tochter ins Kita-Alter kam. Seitdem kämpfe ich nicht nur für mehr Transparenz bei der Belastung der Eltern – mit dem großen Ziel gebührenfreier frühkindlicher Bildung in Brandenburg und Deutschland, sondern auch für bessere Qualität in den Einrichtungen und mehr Mitbestimmungsrechte der Eltern.

Wir müssen die Kita endlich als Bildungseinrichtung betrachten. Daraus ergeben sich Forderungen Richtung Bundesebene, z. B. nach einem Bundesqualitätsgesetz. Wir brauchen in ganz Deutschland gleiche Standards mit einheitlichen Betreuungsschlüsseln. Wenn Kitas Bildungseinrichtungen sind, impliziert das die Gebührenfreiheit, da alle Kinder das gleiche Recht auf Bildung haben. Demzufolge muss die Kita wie die Schule kostenfrei sein.

Ich möchte der Politik vermitteln, Kitas sind Bildungseinrichtungen und nicht nur als lästige Kostenfaktoren.

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Seit 25. September 2016 wird der Vorstand durch einen Geschäftsführer ergänzt. Gewählt wurde:

Norman Heise

Norman Heise

Ich bin Norman Heise und ein Jahrgang 1978. In Berlin war ich u.a. Vorsitzender des Landeselternausschusses Kita und des Bezirkselternausschusses Kita von Marzahn-Hellersdorf. Zusammen mit Katrin Molkentin habe ich mich 2013 auf den Weg gemacht ein Gremium für Kita-Eltern auf Bundesebene zu gründen. Meine Motivation damals und heute war es einen Austausch zwischen Elternvertreter_innen aus allen Bundesländern zu ermöglichen und die Eltern-Sicht auch Bundesebene einzubringen. Wir haben mittlerweile einige Herausforderungen nicht mehr nur allein auf Landesebene zu klären sind. Diese Herausforderungen möchte ich mit meinen Mitstreiter_innen im Sinne unseres Gründungspapieres angehen und Lösungen schaffen.

Mehr Information zu mir unter www.normanheise.de

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