Elternvertreter_innen aus allen Bundesländern haben eine Bundeselternvertretung gegründet, die sich für Kinder in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege einsetzt. Die Kooperation über Bundeslandsgrenzen hinweg war uns zu wenig. Wir wollten unsere Zusammenarbeit intensivieren. Wir wollen Kindern und ihren Familien bundesweit eine Stimme geben. Wir wollen die Ausgestaltung der frühkindlichen Bildungseinrichtungen mitgestalten. Aus unserer Sicht ist die Elternmitwirkung dabei unverzichtbar.

Im November 2014 haben wir in Gotha unserer Zusammenarbeit einen Namen gegeben. Die BEVKi wurde gegründet.

An dieser Stelle möchten wir uns – die Bundeselternsprecher_innen – vorstellen, die auf der BEVKi-Vollversammlung am 25. September gewählt wurden:

Katrin Molkentin

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Ich bin Elter(n) von zwei Kindern, die vor 5 bzw. 7 Jahren Leben in unsere Bude gebracht haben. Sie haben meinen Alltag, meine Arbeit und mein ehrenamtliches Wirken durcheinandergewirbelt. Für mich stand von Anfang an fest, dass ich mich in der Kita engagieren werde. Die Kita ist ein wichtiger Ort für meine Kinder. Dort sind sie einen großen Teil ihres Tages. Mich dort zu engagieren, bringt mir die Gewissheit, etwas für diese wichtige Zeit meiner Kind zu machen. Es ist aber nicht bei dem Engagement an der Einrichtung geblieben, da schnell klar wurde, dass nicht alle Fragen vor Ort beantwortet werden können.

So bin ich auch im Bezirk Berlin-Mitte beteiligt, wenn wir die Eltern unserer über 270 Einrichtungen einladen und ihnen helfen sich einbringen zu können. Als Bezirkselternausschussvorsitzende will ich Eltern in unserem Bezirk aktivieren und informieren, unterstützen und beraten. Darüber hinaus arbeite ich im Landeselternausschuss Kindertagesstätten (LEAK) mit, um den politischen Rahmen für Kitas im Land Berlin zu diskutieren. Wir brauchen noch viel Unterstützung für Kitas, um das Berliner Bildungsprogramm auch leben zu können. Welche Art von Unterstützung das aus unserer Sicht sein müsste, haben wir im LEAK formuliert.

Aber über Kita wird nicht nur vor Ort, in der Kommune oder im Land diskutiert und entschieden. Auch im Bund gibt es vieles, was für Kitas gemacht wird. Um die Diskussionen auf der Bundesebene beeinflussen zu können, haben wir Elternvertretungen der Bundesländer uns entschlossen, die BEVKi zu gründen. Wir wollen mitreden, wenn über die Zukunft der Kitas verhandelt wird. Seit unserem Gründungstreffen in Gotha bin ich Bundessprecherin der BEVKi. Ich habe diese Herausforderung gern angenommen und möchte mich für mehr Qualität in unseren Einrichtungen, für eine gelebte Bildungs- und Erziehungspartnerschaft und für ein gesundes Aufwachsen unserer Kleinsten auf der Bundesebene engagieren.

Kontakt:

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Andreas Seele

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Mein Name ist Andreas Seele, als gebürtiger Vegesacker Junge (Bremen-Nord) treibe ich seit dem Jahre 1977 in vielen Bereichen mein Unwesen. Durch meine langjährigen Erfahrungen bei nationalen, sowie internationalen Einsätzen meiner privaten Arbeitgeber und als Waffenmechaniker der Bundeswehr lernte ich mich für die Belange anderer Menschen kompetent und fachlich einzusetzen.

Mein Sohnemann und ich als alleinerziehender Papa sind ein kleiner Bestandteil einer großen Patchwork-Familie, in der die Mitwirkung aller Familienmitglieder an erster Stelle steht.

Durch ein starkes Rückenleiden musste ich erfahren, wie schnell man mit seiner Familie am sozialen Abgrund steht. Durch meine Frühverrentung kann ich mich intensiv in der Stadtgemeinde Bremen nicht nur für die Optimierung des Übergangs vom Kindergarten in die Schule, sondern auch für sozialbenachteiligte Familien einsetzen.

Als Vorstandsmitglied in den Gremien „Elternbeirat Kinder- und Familienzentrum Hammersbeck“, „Gesamtelternbeirat KiTa Bremen“ und der „ZentralElternVertretung Bremen“ stehe ich nicht nur den Eltern der Kindertagesbetreuung, sondern auch dem Jugendhilfeausschuss der Stadtgemeinde Bremen beratend zur Seite und setze mich für die Belange unserer Kinder ein.

Ich freue mich nun umso mehr, auch das Vertrauen geschenkt bekommen zu haben, um mich aktiv in der Vorstandsarbeit der Bundeselternvertretung zu beteiligen, und stelle mich gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen dieser Herausforderung, die Ziele der BEVKi zu realisieren.

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Oliver Tschoppe

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Ich bin Vater von zwei Söhnen im Alter von 6 und 7 Jahren. Ich bin glücklich verheiratet. Wir sind beide berufstätig, daher sind unsere Kinder in der Ganztagsbetreuung bis 17 Uhr.

Seit unsere Kinder die Kita besuchen, bin ich aktiver Elternvertreter, zuerst nur als Elternsprecher meiner Kita in Hattstedt. Im zweiten Jahr übernahm ich den Posten als 1. Vorsitzender der Kreiselternvertretung Nordfriesland. Mein wichtiges Thema seit vielen Jahren ist die gesunde Ernährung der Kinder in der Kita, so habe ich vor drei Jahren mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung den Qualitätszirkel Ernährung im Kreis Nordfriesland gegründet. Unser größter Erfolg ist die verbesserte Mittagsverpflegung von über 750 Kinder in den Kindertagesstätten.

Ich erhoffe mir als Bundeselternsprecher noch mehr für Kinder zu erreichen.

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Marcel Preukschat

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Mein Name ist Marcel Preukschat, ich bin 33 Jahre und seit 2010 glücklich verheiratet. Ich habe zwei Töchter, Mathilda (4 1/2 Jahre) und Viola (1 1/2 Jahre). In NRW engagiere ich mich seit 2014 ehrenamtlich als Vorsitzender des Landeselternbeirat der Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen (LEB NRW) und auf kommunaler Ebene im Jugendamtselternbeirat (JAEB) Düsseldorf.

Mir ist wichtig, dass jedes Kind Zugang zu einer Kindertagesstätte in seiner Nähe haben kann und dort entsprechend der jeweiligen Lebensphase gefördert wird. Dabei ist darauf zu achten, das Förderung nicht zur Überforderung aufgrund immer höherer Maßstäbe der Leistungsgesellschaft wird. Insbesondere möchte ich ein Augenmerk auf Kinder aus förderungsbedürftigen Familien legen. Dort wo Hilfe benötigt wird muss auch geholfen werden um allen Kindern die gleichen Chancen zu bieten. Weiterhin sehe ich als ein zentrales Thema den Beruf des/der Erziehers/Erzieherin in seinem Ansehen zu stärken. Das Ziel sollte eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten sein, da ohne entsprechend geschultes und entlohntes Personal kein vernünftiger Alltag in den Kindertagesstätten stattfinden kann. Gleichmaßen muss darüber hinaus die Qualität in den Einrichtung entsprechend verbessert werden.

Diese Ziele und viele weitere Themen gilt es auch auf der Bundesebene konkret zu verfolgen.

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Danilo Fischbach

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Ich bin Danilo Fischbach, 33 Jahre alt, verheiratet und Vater einer dreijährigen Tochter.

Ich engagiere mich auf Landesebene für gebührenfreie Kitas. Lange Jahre war ich Fußball-Schiedsrichter und vor gut zwei Jahren erschrocken über die kommunalen Unterschiede in den Kitagebühren, als meine Tochter ins Kita-Alter kam. Seitdem kämpfe ich nicht nur für mehr Transparenz bei der Belastung der Eltern – mit dem großen Ziel gebührenfreier frühkindlicher Bildung in Brandenburg und Deutschland, sondern auch für bessere Qualität in den Einrichtungen und mehr Mitbestimmungsrechte der Eltern.

Wir müssen die Kita endlich als Bildungseinrichtung betrachten. Daraus ergeben sich Forderungen Richtung Bundesebene, z. B. nach einem Bundesqualitätsgesetz. Wir brauchen in ganz Deutschland gleiche Standards mit einheitlichen Betreuungsschlüsseln. Wenn Kitas Bildungseinrichtungen sind, impliziert das die Gebührenfreiheit, da alle Kinder das gleiche Recht auf Bildung haben. Demzufolge muss die Kita wie die Schule kostenfrei sein.

Ich möchte der Politik vermitteln, Kitas sind Bildungseinrichtungen und nicht nur als lästige Kostenfaktoren.

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Seit 25. September 2016 wird der Vorstand durch einen Geschäftsführer ergänzt. Gewählt wurde:

Norman Heise

Norman Heise

Ich bin Norman Heise und ein Jahrgang 1978. In Berlin war ich u.a. Vorsitzender des Landeselternausschusses Kita und des Bezirkselternausschusses Kita von Marzahn-Hellersdorf. Zusammen mit Katrin Molkentin habe ich mich 2013 auf den Weg gemacht ein Gremium für Kita-Eltern auf Bundesebene zu gründen. Meine Motivation damals und heute war es einen Austausch zwischen Elternvertreter_innen aus allen Bundesländern zu ermöglichen und die Eltern-Sicht auch Bundesebene einzubringen. Wir haben mittlerweile einige Herausforderungen nicht mehr nur allein auf Landesebene zu klären sind. Diese Herausforderungen möchte ich mit meinen Mitstreiter_innen im Sinne unseres Gründungspapieres angehen und Lösungen schaffen.

Mehr Information zu mir unter www.normanheise.de

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