Im Zug der Maßnahmen zur Eindämmung des Covid-19-Virus haben bereits jetzt 13 Bundesländer angekündigt, ab kommender Woche (z.T. erst ab Dienstag) sämtliche Schulen und Kindertageseinrichtungen zu schließen.

Die bedeutet einen großen Einschnitt in das tägliche Leben von Familien. Wir als Bundeselternvertretung gehen davon aus, dass Politik diese Entscheidung verantwortlich trifft. Notwendigkeiten und Belastungen sollten sehr verantwortungsvoll abgewogen werden.

Wir werden als Eltern in den kommenden Wochen auf die Solidarität der Gesellschaft angewiesen sein. Eltern werden nicht in der Lage sein, die Folgen der flächendeckenden Schließungen von Kindertageseinrichtungen allein zu bewältigen.

Der unreflektierte Rückzug auf das sog. Homeoffice kann nur eingeschränkt Linderung bringen, und nur wenige Eltern werden die Schließzeiten mit eigenen Urlaubsansprüchen abdecken können.

Auch die finanziellen Auswirkungen der flächendeckenden Einrichtungsschließung auf Familien muss Thema werden. Eltern können mit dieser Belastung nicht allein gelassen werden. Es bedarf einer gesamtdeutschen und gesamtgesellschaftlichen Lösung hierfür. Denkbar wäre hier beispielsweise eine steuerfinanzierte Erweiterung der Krank-Tage für Kinder.

In den nächsten Wochen wird deutlich werden, wie wichtig eine gute Kindertagesbetreuung für die Wirtschaft dieses Landes ist und was passiert, wenn Eltern wegen mangelnder Betreuungsmöglichkeiten aus dem Arbeitsleben aussteigen müssen. Eine Stabilisierung des Systems sollte eine Folge der Überwindung der Corona-Krise sein.

„Wer glaubt, dass Homeoffice und Kinderbetreuung zusammengehen, der hat entweder Homeoffice oder Kinderbetreuung nicht verstanden“

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