Die BEVKi begrüßt den 5 Punkte-Plan, den Familienministerin Barley, Arbeitsministerin Nahles, und die Ministerpräsidentin Dreyer gestern vorgestellt haben.

Es geht auch uns Eltern um mehr Fachkräfte in den Einrichtungen, damit unsere Kinder besser betreut werden können. Das Fachkraft-Kind-Verhältnis ist einer der wichtigen Stellschrauben für mehr Qualität in der frühkindlichen Bildung. Wer heute Erzieher oder Erzieherin wird, der hat keine Vergütung während seiner Ausbildung erhalten und meist noch Schulgeld bezahlen müssen. Das soll sich ändern. Die heute vorgestellten Pläne müssen schnell umgesetzt werden, damit es für junge Menschen attraktiver wird Erzieher_in zu werden.

Aber auch die Entwicklungsperspektiven im Beruf und eine bessere Entlohnung nach der Ausbildung sind wichtige Aspekte, um den Beruf der Erzieherin/des Erziehers attraktiver zu machen. Schon in der Gründungserklärung der BEVKi formulierten die damals 13 beteiligten Bundesländer den Anspruch mehr für den Erzieher_innen-Beruf tun zu wollen: „Um die Attraktivität dieses Berufes für junge Menschen zu erhöhen, sollte eine Ausbildungsvergütung eingeführt und die anschließende Bezahlung verbessert werden. In jeden Fall ist die Ausbildung kostenfrei zu gestalten.“

Die heute vorgestellten Punkte finden daher unsere volle Unterstützung.

  1. Gebührenfreie und vergütete Ausbildung
  2. Bessere Löhne im Gesundheits- und Sozialwesen
  3. Bessere und vielfältigere Entwicklungsperspektiven
  4. Arbeitszufriedenheit stärken und Berufsausstiege vermeiden
  5. Fachkräftebasis nachhaltig sichern und weiterentwickeln

Die BEVKi kämpft aber auch für ein Ende der Kitagebühren. Eltern werden an den Kosten der Kita beteiligt. In welcher Höhe die Beteiligung anfällt, ist sehr unterschiedlich. Diese Ungerechtigkeit gehört beendet. Es braucht ein Ende der Kitagebühren, damit Kinder in Baden-Württemberg oder Sachsen-Anhalt künftig genauso wie Kinder in Rheinland-Pfalz, Berlin oder Hamburg behandelt werden.

Die Aufwertung des Erzieher_innenberufes ist nicht zum Nulltarif zu haben. Die Vorschläge sind wichtig und dringend notwendig, damit Kinder gut und förderlich aufwachsen können. Eine gute Kita ist das Ziel.

Wir brauchen insgesamt mehr Geld für Kitas. Bund, Länder und Kommunen brauchen hier noch mal eine gemeinsame Kraftanstrengung, damit nach dem Ausbau nun der Aufbau kommt.

Damit die notwendige Aufwertung des Fachpersonals und der qualitative Aufbau unserer Kitas nicht zu Lasten der Eltern geht, die Kita-Beiträge zahlen, gehören für die BEVKi auch die Schritte zur Betragsfreiheit zwingend dazu.

Wir begrüßen daher den heute vorgestellten 5-Punkte-Plan, wissen aber, dass es noch viel mehr braucht, um mehr für unsere Kinder zu erreichen.

BEVKi begrüßt geplante Aufwertung Sozialer Berufe
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4 Gedanken zu „BEVKi begrüßt geplante Aufwertung Sozialer Berufe

  • 1. September 2017 um 20:59
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    Das hört sich sehr gut an. Leider vermisse ich in den Ausführungen genaueres über die Aufwertung der Kindertagespflege. Was ist hier geplant?

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    • 4. September 2017 um 12:30
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      Im Aktionsprogramm heißt es dazu: „Neben Kindertageseinrichtungen ist die Kindertagespflege eine weitere wichtige Säule im System der Kindertagesbetreuung. Das Engagement des Bundes und der Länder in den vergangenen Jahren zeigt Erfolge: Hatten 2006 nur 5 Prozent der Tagespflegepersonen eine Basisqualifizierung von mindestens 160 Stunden, so liegt der Anteil 2016 schon bei mehr als der Hälfte (51 Prozent). Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend will die Verbesserung der Rahmenbedingungen von Tagespflegepersonen, zu der Qualifizierung sowie Unterstützungsstrukturen (z. B. Fachberatung oder Vertretung) gehören, über das bis 2018 laufende Bundesprogramm „Kindertagespflege: Weil die Kleinsten große Nähe brauchen“ hinaus weiter fördern.

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  • 6. September 2017 um 14:30
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    Gibts außer sehr allgemeinen Absichtserklärungen zur Kindertagespflege auch was Konkretes?

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    • 6. September 2017 um 22:57
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      Mehr ist uns zu diesem Thema leider auch nicht bekannt.

      Antworten

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