Viele Länder wollen die Bundes-Milliarden aus dem sogenannten Gute-Kita-Gesetz zwar zur finanziellen Entlastung der Eltern einsetzen, eine deutschlandweite Gebührenfreiheit wird es in naher Zukunft aber nicht geben. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den 16 Bundesländern.

Die Erkenntnis, dass in den Einrichtungen nicht nur betreut, sondern hochwertig pädagogisch gearbeitet wird, hat mit sich gebracht, dass die Debatte um eine generelle Beitragsfreistellung in allen Bundesländern, auf die eine oder andere Weise geführt wird.

Mit dem Inkrafttreten des Gute-Kita-Gesetzes wurden die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, um auch hier weiter fortzuschreiten. Die Bundeselternvertretung sieht dabei die Kostenfreiheit frühkindlicher Bildung als unerlässlich und mittelfristig bundesweit durchzusetzendes Ziel an.

„Gute Bildung für jedes Kind, egal aus welchem wirtschaftlichen Hintergrund“ fordert Ulrike Grosse-Röthig als eine der Bundeselternsprecher_innen dabei ganz deutlich. „Die mangelhafte Umsetzung der Ansprüche auf Erstattung von Kita-Gebühren für Eltern, die sich diese eigentlich so gar nicht leisten können oder die Scham, Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen, behindern immer noch den Zugang zu Kindertageseinrichtungen, hindern noch immer Kinder daran, Bildung in Anspruch zu nehmen. Hieran kann nur eine flächendeckende Beitragsfreiheit etwas ändern, eine der Grundforderungen der Bundeselternvertretung.“

Bundesweit bestehen enorme Unterschiede in den finanziellen Belastungen, welche Eltern für die Inanspruchnahme eines Kindergartenplatzes leisten müssen. Mit dem Gute-Kita-Gesetz investiert der Bund jetzt zum ersten Mal strukturell Mittel, um bei Qualität, Kapazität und Personal Verbesserungen zu ermöglichen und Zugangshürden abzubauen.

Noch kein Ende abzusehen! – PM zur dpa-Umfrage zur Beitragsfreiheit

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