Aus unserer Pressemitteilung Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme 2018 der Bertelsmann Stiftung:

Die BEVKi teilt die Einschätzung der Bertelsmann Stiftung, dass ohne dauerhafte, zweckgebundene und additive Finanzierung durch den Bund ein nachhaltige Verbesserung der frühkindlichen Bildung nicht zu erreichen ist.

Auch aus unserer Sicht sind die 5,5 Mrd. € ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Handlungsfelder des Gesetzes beschreiben eine „Mercedes-Kita“, der Bund liefert aber nur die Teile für einen Trabant.

Als BEVKi fordern wir bereits in unserem Gründungspapier, dass die Verbesserung der Qualität in Tageseinrichtungen und Tagespflege als Gemeinschaftsaufgabe jeweils zu einem Drittel von Bund, Land und Kommune getragen werden soll (https://www.bevki.de/bevki-gruendungspapier/#6) – der Elternanteil soll ganz verschwinden im Sinne unserer Forderung nach Beitragsfreiheit (https://www.bevki.de/bevki-gruendungspapier/#3). Das hieße, dass der Bundesanteil von derzeit weniger als 10 Prozent um mindestens 23 Prozent gesteigert werden müsste.

Kein Bundesland ändert sein Kita-Gesetz und verbessert dauerhaft z. B. den Fachkraft-Kind-Schlüssel, wenn es diese Verbesserung nach 2022 nicht mehr bezahlen kann. Der Bund fördert so keine Qualität, allenfalls „Projektitis“. Ohne die Sicherstellung der Finanzierung durch den Bund werden wir auch in den nächsten Jahren eine „bunte“ Gemengelage in der Kita-Landschaft haben und die notwendigen und im Sinne unserer Kinder wünschenswerten Verbesserungen nicht erreichen.

Gute-Kita-Gesetz ohne nachhaltige Verbesserungen

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