Am 27.03.2019 wurde die aktuelle DKLK-Studie mit den Ergebnissen der Befragung zur Wertschätzung und Anerkennung von Kita-Leitungen veröffentlicht. Auch wir als Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege (BEVKi) haben die Ergebnisse zur Kenntnis genommen.

„Aus unserer Sicht können wir vor allem die personellen Engpässe in den Kitas bestätigen.“ so Ulrike Grosse-Röthig. „Für die gewünschte und unsererseits auch geforderte weitere Verbesserung der frühkindlichen Bildung braucht es dringend Erzieher_innen. Das die Motivation angesichts der gesellschaftlichen Anerkennung und der fehlenden Ausbildungsvergütung nicht besonders hoch ist, wirkt sich kontraproduktiv aus.“, so Ulrike Grosse-Röthig weiter.

„Das Gruppen vergrößert oder geschlossen werden müssen, das Öffnungszeiten und Angebote – wenn auch nur vorübergehend – reduziert werden, ist nicht hinnehmbar.“, ergänzt Katja Wegner-Hens ein weiteres Ergebnis der Studie. „Es vergeht kaum ein Tag an dem nicht in irgendeiner Kita gefragt wird, ob man das Kind nicht früher abholen könnte oder vielleicht ganz zu Hause lassen kann. Neben der fehlenden Kontinuität für Bildungsangebote für die Kinder ist das auch ein Stressfaktor für Eltern in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

„Aus unserer Sicht gibt es zumindest eine positive Nachricht aus der Studie und das ist die Wahrnehmung der Wertschätzung aus dem Kreis der Eltern. Klar gibt es Hin und Wieder im Rahmen der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft unterschiedliche Vorstellungen, aber auch hier wird man sich einig, wenn man vor allem das Wohl und Interesse des Kindes in den Vordergrund stellt.“ freut sich Katharina Queisser.

Als BEVKi möchten wir an dieser Stelle auf den 13. Mai verweisen. Das ist der diesjährige Termin für den Tag der Kinderbetreuung. Wir fordern vor allem Politiker_innen aller Ebenen auf, diesen Tag zum Anlass zu nehmen, die in der Studie dargestellte fehlende Wertschätzung auszugleichen. Da aus unserer Sicht jeder Tag ein Tag der Kinderbetreuung sein kann, ist der Besuch in der nächsten Kita oder bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater der Kindertagespflege auch an allen anderen Tagen möglich. Wir rufen Politiker_innen auf, sich selbst ein Bild von einer frühkindlichen Bildungseinrichtung zu machen, um zu prüfen, ob ihre Vorstellung der Arbeit in der Kita noch zeitgemäß ist. Besonders die Verantwortlichen, die auf dem Geld sitzen, sollten sich hier angesprochen fühlen.

Wir schließen uns der Forderung nach einer nachhaltigen Finanzierung durch das Gute-Kita-Gesetz über das Jahr 2022 an, die im Vorwort zur Studie zu finden ist. Wir widersprechen jedoch dem Ausspielen von Beitragsentlastung bzw. Beitragsfreiheit und Betreuungsqualität. Bundesweit bestehen enorme Unterschiede in den finanziellen Belastungen, welche Eltern für die Inanspruchnahme eines Kita-Platzes leisten müssen. Mit dem Gute-Kita-Gesetz investiert der Bund zum ersten Mal strukturell Mittel, um bei Qualität, Kapazität und Personal Verbesserungen zu ermöglichen und Zugangshürden abzubauen.

Bundeselternvertretung in Sorge anlässlich der Ergebnisse der DKLK Studie 2019

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