Die Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege unterstützt weiterhin die Forderungen der Erzieher_innen nach Auswertung ihrer Berufes. Als Eltern stehen wir solidarisch an der Seite der Erzieher_innen, da diese Auswertung – vor allem für unsere Kinder – richtig und wichtig ist. Wir rufen die Verhandlungspartner auf, weiter zu verhandeln und zwar ohne Streiks. Ab Ende August beginnt in den Kitas die Eingewöhnung für die Kinder die neu in die Einrichtungen kommen. Fachkräfte und Eltern wissen um diese für Kinder und Eltern sehr sensible Phase. Jetzt erneut mit Streiks zu beginnen, trifft weder auf die Zustimmung der neuen Eltern, noch auf die Zustimmung der Eltern, die sich gerade noch vom letzten Streik erholen.

Wir Eltern wissen, dass diese Auseinandersetzung nicht allein am Tariftisch zu gewinnen ist. Über die Aufwertung des Erzieher_innen-Berufes und eine Höherbewertung sozialer Arbeit kann nicht ohne Verbesserung der finanziellen Ausstattung unserer frühkindlichen Bildungseinrichtungen entschieden werden. Darüber müssen wir als Gesellschaft insgesamt verhandeln.

Normalerweise darf sich Politik nicht in Tarifauseinandersetzungen einmischen. Bei diesem Streik aber, sitzt die Politik bereits am Verhandlungstisch: durch den Verband der kommunalen Arbeitgeber. Die kommunale Seite kann aber nicht allein über die Ausstattung von Kitas entscheiden. Nur wenn Bund, Länder und Kommunen sich auf hohe Qualitätsstandards für Kitas verständigen und diese auch finanziell unterlegen, profitieren unsere Kleinsten von einem Kita-Besuch. „Unsere frühkindlichen Bildungseinrichtungen sind nur so gut, wie die finanzielle Ausstattung, die dahinter liegt.“, sagen die BEVKi-Sprecher_innen. Die Kitas brauchen eine bessere finanzielle Ausstattung: für eine Aufwertung der Fachkräfte, für eine Verbesserung des Fachkraft-Kind-Verhältnisses und für eine Abschaffung der Elternzusatzsteuer. Die Aufwertung des Erzieher_innen-Berufes darf keinesfalls zu Lasten der Eltern gehen.

Wir fordern einen Kita-Gipfel zwischen Bund, Ländern und Kommunen unter Beteiligung der Verbände. Damit diese Tarifauseinandersetzung gelöst werden kann.

„Unsere Kinder sind unsere Zukunft. Erzieher_innen gehören im frühkindlichen Bildungsbereich zu den wichtigsten Bildungspat_innen unserer Kinder. Das ist wissenschaftlich bewiesen und gesellschaftlich anerkannt. Jetzt muss auch endlich die entsprechende Aufwertung durch die politische Anerkennung folgen. Dafür müssen aber u.a. die Gewerkschaften, Verbände der kommunalen Arbeitgeber, die Politik und Eltern gemeinsam sorgen.“ so die BEVKi-Sprecher_innen.

Pressemitteilung _ Aufwertung: Ja – Kita-Streik: Nein

11 Gedanken zu „Pressemitteilung _ Aufwertung: Ja – Kita-Streik: Nein

  • 11. August 2015 um 22:11
    Permanentlink

    Vielen Dank für diese Pressemitteilung, die – meines Wissens – zum ersten Mal in dieser Debatte darauf eingeht, dass ein Erzieher_innen Streik kein normaler Streik ist. Ich finde es überdeutlich, dass die Arbeitgeberseite von einem Streik viel zu wenig bis gar nicht betroffen ist, während die Eltern und Kinder die gesamte Last tragen. Ich finde nicht, dass die Eltern gar nicht betroffen sein dürfen – wenn wir einen Teil des Drucks mittragen müssen, wie z.B. bei einem Bahn- oder Lufthansa-Streik, so würde ich das akzeptieren. Aber es geht ja, vor allem bei einem zweiten Streik, um die Existenz. Deshalb verstehe ich nicht, dass weiterhin ein Streik als die beste/einzige Möglichkeit betrachtet wird, diesen Streit auszutragen. Es muss in diesem Gefüge andere Stellschrauben geben, andere Hebel, an denen so angesetzt werden kann, dass der Druck wirklich und allen voran die Arbeitgeber erreicht. Sonst muss der nächste Streik mehrere Monate gehen, bevor er eine Wirkung zeigt – und bis dahin sind die betroffenen Familien wirklich kollabiert.

    Antworten
    • 26. September 2015 um 3:25
      Permanentlink

      Wir Eltern müssen reagieren und unsere Zahlungen sofort stoppen. Wie soll sonst genug Druck entstehen?

      Antworten
  • 12. August 2015 um 9:27
    Permanentlink

    Es geht nicht mehr um die Kitas….es geht um das Gehalt. Nicht mehr und nicht weniger. Ich habe persönlich das Gefühl, dass die Ziele der sympatisierenden Eltern und Erzieher differenzieren:
    Die Erzieher wollen mehr Geld…die Eltern eine Verbesserung der Gesamtsituation der Kitas.
    Ich lasse mich weder von der Gewerkschaft noch von den Erziehern vor dem Karren „fesseln“, als Geisel…..nach dem Motto: Dein Kind leidet unter dem Streik, also tu was.
    Es ist einfach nur traurig zu sehen wer unter diesen Machtkampf leidet…..Die Kinder !
    Und nur mal so: 10% auf biegen und brechen ist eine Unverschämtheit!

    Antworten
    • 12. August 2015 um 19:06
      Permanentlink

      Sehr geehrte Frau Strømsborg,

      ich entnehme aus Ihrem Kommentar das Sie es in Ordnung finden wenn ein Erzieher für 18 Kinder in einem Raum zuständig ist und die Politik uns verboten hat dafür zu streiken. Von den alltäglichen Nicklichkeiten von den Kommunalen Arbeitgebern ganz zu schweigen. Das beginnt dabei das bei dem Wunsch nach Material man zuerst zu hören bekommt: „Fragen Sie erst mal alle Eltern“ doch bis dahin ist die Aktion vorbeit. Also bezahle ich das Material von meinem Geld. Bis zum Beispiel zu Situationen wo Kommunen bewusst Heranwachsende hungern lassen und WIR müssen dann dabei zuschauen. Wie z.B. vor der letzen Bundestagswahl. Da bekamen Heranwachsende aus Harz4-Familien und Aufstockern kein Mittagessen. Die warteten bis die Kinder die Essen hatten den Rest in den Schweineeimer werfen wollten und bettelten um die Reste…………klar könnten die Eltern auch Schnitten mitgeben, haben die aber nicht weil die sowieso Probleme mit ihrem Leben haben. Und mein Erziehergehalt ist sehr schnell alle um sowas auszugleichen. Ich musste das ertragen und dabei zusehen…..nicht die Politik. Die Politik hat so Jährlich eine fünfstellige Summe gespart. Und so ist das mit Allem. Da empfinde ich 25 Euro Brutto für die 32h die ich bezahlt bekomme(nicht das ich Vorbereitungszeit hätte)für zu wenig Schmerzensgeld. Und es gleicht bei weitem nicht das Geld aus was ich in die Qualität des Kitaalltags stecke!!!!

      Antworten
  • 12. August 2015 um 19:24
    Permanentlink

    Sehr geehrte Damen und Herren der BEVki,

    Danke für Ihre Engagement! Ich als Erzieher kann nichts erreichen weil weder Kommune noch Politik mich ernst nimmt. Ich bin da eher ein Dorn im Auge der am besten auf die Kinder aufpassen soll aber auf keinen Fall Ideen und Engagement einbringen soll. Ich finde das 1:18 in einem Raum mit den Schlafmatten und dem Schreibtisch zur Arbeitsfähigkeit des Erziehers, unmögliche Vorraussetzungen sind um jedem Kind gerecht zu werden…bzw. überhaupt individuell arbeiten zu können. Dabei ist das ernst nehmen der Bedürfnise jedes einzelnen Kindes und das Zuhören und eingehen auf die Kinder Grundlage der Arbeit. Wir dürfen nicht mehr für Raumgrößen und Betreuungsschlüssen streiken und auch der Streik für mehr Gehalt ist legitim. Doch der Bund verschenkt Waffen an andere Staaten und die Länder verschwenden Steuergeld…z.B: 440 000 Euro in Sachsen weil LAndtagsabgeordnete zu oft ihren Schlüssel verlieren. In der selben Zeit ist die Schule z.B. immernoch massiv renovierungsbedürftig. Bei 15 Grad und Sonne ist es unerträglich heiß und im Winter sitzen die Kinder mit Jacken im Unterricht. Seit 10 Jahren hat die Kommune das auch festgestellt, aber passier ist nix. 26 Millionen wurden aus dem Ausbau und Sanierungspaket im letzen Jahr zurückgegeben. Mit meinen beiden Fußabll AG’s darf ich in der Turnhalle nur mit Schaumgummibällen spielen und auf meinem Außengelände haben die Kinder einen Rollsplittplatz ohne feste Tore(die muss ich jedes Mal extra aufbauen). Weiterbildungen wie meinen Eltern-Kind-Turnerschein oder den C-Trainerschein musste ich selbst finanzieren. Für die Zauber-Lesenacht im Hort hab ich so viele Anträge und Spießruten laufen müssen um kurzfristig dann doch die Erlaubniss zu bekommen. WIR Erzieher brauchen vor allem Eltern die für Ihre Kinder mitkämpfen und sich nicht auf den Arm nehmen lassen! Wenn WIR nich für die Kinder da sind so ist es KEINER in Deutschland trotz der Lippenbekenntnisse!

    Antworten
  • 12. August 2015 um 23:03
    Permanentlink

    Liebe Eltern,
    ein wie auch immer gearteter und besetzter „Kitagipfel“ wird diesen Tarifstreit nicht beenden oder befrieden, denn es gab und gibt keinen Kita-Streik! Es handelt sich um die Tarifauseinandersetzung des kommunalen SOZIAL-UND ERZIEHUNGSDIENSTES (SuE), also ALLER Beschäftigten in diesen Tätigkeitsfeldern. Dazu gehören natürlich auch die Kitas, auf die sich die Berichterstattung sehr fokussiert, aber auch viele andere Bereiche zu denen die meisten Menschen in ihrem Alltag keinen Kontakt haben. Beispielhaft genannt seien hier die Bereiche Jugendamt, Behindertenhilfe, Werkstätten für Behinderte, Allgemeiner Sozialdienst, Streetwork, Beratungstätigkeitsfelder, Flüchtlingshilfe, Horte, Ganztagsschulen, Schulsozialarbeit, Sozialberatung in Altenpflegeeinrichtungen, Häuser der Jugend, Mutter-Kind-Kureinrichtungen und noch viele mehr.
    Für alle diese Bereiche und Berufe fordern wir die lange fällige Aufwertung, der Schlichterspruch sah leider nur für einige wenige Beschäftigte im SuE wirkliche Verbesserungen vor und war von einer wirklichen Aufwertung sehr weit entfernt. Ich freue mich über die Unterstützung der Eltern für unser Anliegen, viele SuE-Beschäftigte sind ja auch selbst Eltern und wissen, wie wichtig gute und verlässliche Kinderbetreuung ist, doch mussten wir in den Monaten vor Beginn der Streiks im SuE feststellen, daß die kommunalen Arbeitgeber nicht willens sind uns auch nur ein kleines Stück entgegen zu kommen. Durch das Verhalten der VKA, die den Streik aussitzen und die Beschäftigten „am langen Arm verhungern“ lassen wollte, wurde die Tarifauseinandersetzung unnötig in die Länge gezogen. Es ist ausreichend Geld für eine wirkliche Aufwertung vorhanden, allein fehlt der politische Wille es für den SuE einzusetzen. Streik ist ein Grundrecht, das die Beschäftigten im SuE ebenso in Anspruch nehmen wollen (und dürfen!) wie die Arbeiter der Metall- und Elektroindustrie, der Müllabfuhr oder die Piloten. Wir entscheiden uns, gerade aufgrund unseres sensiblen Tätigkeitsbereichs und aufgrund der Tatsache, daß wir den Menschen, die auch direkt von unseren Streiks betroffen sind, täglich in die Augen sehen, nicht leichtfertig für den Streik. Dennoch ist er ein legitimes und mitunter das einzig wirksame Mittel um die Arbeitgeber in Tarifkonflikten zu einem Angebot zu bewegen. Dies war auch in dieser Tarifauseinandersetzung der Fall, ich bin mir sicher, daß es ohne Streik immer noch kein Angebot der VKA geben würde. Jetzt ist die Politik am Zug die so gern gehaltenen Sonntagsreden in Form von Gesetzesvorhaben in den Bundestag einzubringen und z.B. dafür zu sorgen, daß der Bund sich ausreichend finanziell an den gesamtgesellschaftlichen Aufgaben des SuE beteiligt. Sollte dies nicht geschehen wird es bald dazu kommen, daß der Beruf der Erzieherin, Sozialarbeiterin oder Heilerziehungspflegerin so unattraktiv ist, daß ihn niemand mehr ausüben will (oder sich leisten kann ihn auszuüben). In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? Das ist die Frage, die sich hier stellt. Die Beschäftigten des SuE wollen eine Gesellschaft, in der alle Menschen gut leben können und in der die Arbeit mit und für Menschen wertgeschätzt und angemessen vergütet wird. Dafür kämpfen wir, wenn es nötig ist auch mit Streik.

    Antworten
  • 14. August 2015 um 10:29
    Permanentlink

    @Lucy vanPelt:

    Ihr Kommentar ist für die betroffenen Eltern schlicht ein Hohn.

    Sie entscheiden sich nicht leichtfertig für Streik?
    Da kann ich ja nur lachen. Sie haben auch als die Verhandlungen wieder aufgenommen worden waren den ohnehin angeschlagenen Familien mit der völlig unsinnigen vierten Streikwoche ungerührt noch einmal so richtig Schaden zugefügt.

    Jenseits der Hochglanzflugblätter und verlogenen Rhetorik Ihres Bundesvorsitzenden Bsirske gibt es eben KEINE irgendwie geartete Verantwortung in Bezug auf die eigene Streiktaktik.

    Ihre ganze Strategie in dieser Auseinandersetzung ist zynisch.
    Von den streikenden Erzieherinnen war die ganze Zeit so gut wie nichts zu sehen, Außer einer Kundgebung vor Woche haben Sie in Ihren Streikcafes gesessen und Kaffee getrunken und darauf gehofft, dass wir Eltern und Elternvertreter für Sie die Arbeit machen und die Kampagne fahren.

    Verdi sollte sich schämen.

    Außerdem zeigt sich spätestens seit der Mitgliederbefragung, dass es entgegen aller Sonntagsreden für Sie NUR UMS GELD geht und nicht um Kita-Qualität. Sie wollen mehr Geld erpressen und die Familien (und Kita-Kinder) nehmen Sie dafür als Geiseln.

    Und Sie arbeiten dafür mit Halb- und Nullwahrheiten. Wenn ich überall höre, dass durch die Schlichtungsempfehlung man die Erziehergehälter für 5 Jahre einfrieren möchte, dann kocht mir die Galle hoch.
    In 7 Monaten steht die ordentliche Lohnrunde an – dann kommt für Sie der nächste Schluck aus der Pulle. Und dann regelmäßig immer wieder. Es geht hier nur um ein außerordentliches ZUSATZ-PLUS für Beschäftigte, die nicht dem Prekariat angehören.

    Und dann rechnen Sie inzwischen die bErhöhungen schon auf Teilzeitbeschäftigte runter, um begründen zu können, dass es angeblich zu wenig ist. Klar verdient jemand, der nur halbtags arbeitet nur halb soviel ZUSÄTZLICH MEHR. Ja und?

    Ich frage mich, wie die Verdi-Funktionäre die aufgepeitschte Stimmung, die Sie mit falschen Informationen und Latrinenparolen bei den Beschäftigten angestachelt haben, überhaupt noch befrieden wollen.

    Ist das die Strategie? Eine Eskalation und Emotionalisierung der Basis, damit man am Verhandlungstisch mehr rausholen kann, weil ein normaler Kompromiss „nicht reicht“?

    Natürlich haben Sie ein verfassungsrechtlich garantiertes Streikrecht. Das heißt aber nicht, dass ein Streik in den Kitas genau das gleiche ´wäre wie ein Streik bei der Müllabfuhr. Kinderbetreuung ist nicht nachholbar und ist ein Sonderopfer für Familien, die ohnehin gesellschaftlich schon manche Bürde zu tragen haben.
    Und deshalb tragen Sie eine besondere Verantwortung OB und WIE Sie streiken. Da können Sie sich auch nicht rausstehlen. Auch wenn Verdi, der Gewerkschaft der Müllleute, diese pädagogischen Aspekte fremd sind, werden wir Eltern Sie nicht vergessen. Und wir werden diese Aspekte den Erzieherinnen in unseren Kitas im Gespräch vorhalten.

    Hier gilt die Parole: Stell Dir vor es ist Kita-Streik und keiner geht hin!

    Andreas Winheller
    LEA RLP
    Vorsitzender

    Antworten
    • 16. August 2015 um 11:25
      Permanentlink

      Sehr geehrter Herr Andreas Winheller,

      Sie haben Recht. Ich als Erzieher würde auch gerne Raumgrößen und Gruppengrößen als Verbesserung der Arbeitsbedingungen als Verhandlungssache mit den Arbeitgebern sehen. Aber soweit ich das weiß dürfen wir dafür nicht mehr kämpfen denn sonst kann der Arbeitskamf dann gerichtlich verboten werden!

      Und bei uns sind 18 Kinder in einer Gruppe für einen Erzieher. Und da wäre ich schon bei der Teilzeitregelung. Denn jeder Erzieher hat hier einen 32h-Vertrag. Es ist ja offensichtlich das eine individuelle Förderung für 18 Kinder schon schwer ist, aber dann auch noch 32h Wochenarbetszeit?! Und ich sehe nicht ein das ich Vorbereitungszeit immer zu Hause erledingen muss, unbezahlt natürlich. Das betrifft auch die Zeit für Gespräche mit den Eltern die man natürlich auch vorbereiten muss. Da bin ich trotz 32h bezahlung locker bei 40Wochenarbeitsstunden. Wobei ich mein Büro zu Hause eingerichtet habe und nur wenn es um Porfolios und Lerngeschichten geht ich diese aus Datenschutzgründen nicht zu Hause machen darf. Lerngeschichten soll ich dann in der Freispielzeit der Kinder nebenbei in der Gruppe erledigen. Wie gut das gelingt wenn man 18 Kinder in der Gruppe alleine hat beim Freispiel werden Sie sich sicher vorstellen können.

      Zu den Formen seine berechtigen Forderungen durchzusetzen und mit dem Arbeitgeber zu verhandeln. Sie wissen das die KAV bis zur Schlichtung nicht ein Angebot gemacht hat?! Also verbieten die uns wichtigen Rahmenbedingungen und stellen sich komplett stur. Mein kommunaler Träger stellt alle Erzieher nur für 32h ein, da hat man gar keine Wahl länger zu arbeiten und wenn
      dann braucht man ja die Zeit für die Vorbereitung. Und da sitzen die Politiker und lachen sich ins Fäustchen. Und Sie sind dafür dann leicht zu benutzen als Druckmittel, denn ohne ein Konzept für das Kind was auch von den Eltern zu Hause unterstützt wird ist alles was ich als Erzieher mache obsolet. Das merkt man besonders bei Eltern die sich heut schon sperren und eben nicht z.B. zur Logopädie gehen oder dessen Kinder trotzdem einen exobitanten Fernsehkomsum bis in die NAcht hinein haben.

      Ich bin übrigens Mitglied der GEW und kann für uns sprechen das es keine Aktionen vor Oktober gibt weil jetzt die Eingewöhnungszeit in der Kita startet und es für die Kinder ganz wichtig ist sich in der Kita wohl zu fühlen damit sie explorieren können. Aber auch das war dem KAV egal und er hat erneut kein neues Angebot gemacht bei dem man sehen würde das es ein entgegenkommen gibt!

      Welchen Weg als Streikersatz würden Sie denn vorschlagen was die Politik dann auch trifft? Gerade weil eben ein genereller Streik keine Lösung ist und den Arbeitgeber nicht unter Druck setzt.

      Mit freundlichen Grüßen

      Tobias Kaul

      Antworten
      • 20. August 2015 um 22:10
        Permanentlink

        Aufgrund Ihrer direkten Frage, wie Sie die Politik treffen können:
        1. Wählen gehen. Unser schönes Land hat sich eine politische Ordnung namens Demokratie gegeben. Darauf berufen Sie sich ja beim Streikrecht. Unser Grundgesetz regelt das. Sollte Ihnen hoffentlich als „pädagogische Fachkraft“ in Deutschland irgendwie bekannt vorkommen…
        2. Informieren Sie sich für 1. nicht nur vor den Wahlen, sondern laufend über das politische Geschehen und die handelnden Personen. Ich empfehle die gute alte Zeitung. Lesen können Sie natürlich auch im Internet. Es gibt übrigens z. B. um 19 und um 20 Uhr täglich hervorragende Zusammenfassungen im Fernsehen.
        3. Wenn Sie die Zeitung sowieso in der Hand halten, lesen Sie auch gleich den Wirtschaftsteil. Lesen Sie dort etwas von Sparprogrammen und Kostensenkungen, realisieren Sie dabei, dass hier von Arbeitsverdichtung, steigenden Anforderungen, Stellenstreichungen und Arbeitsverlagerungen geschrieben wird. Dabei stellen Sie wahrscheinlich irritiert fest, dass niemand von Gehaltserhöhungen spricht, trotz dieser krass gestiegenen Anforderungen.

        Zum Oktober und der Eingewöhnungsphase: Mich schockt inzwischen kaum noch etwas, was die Streikenden ins Felde führen. Allerdings ist dieser Hinweis mal wieder eine traurige Spitze. Die Eingewöhnung dient ja dazu, dass sich unsere Kinder gewöhnen und dann einem gewohnten Ablauf folgen können. Das hilft, wie alle wissen.
        Wie daneben ist es denn bitte, erst eine Eingewöhnung zu machen, um dann im Anschluss keinen gewohnten Ablauf zu bieten? Drehen jetzt alle durch? Ein Kind von 1-1,5 Jahren fängt nach ein zwei Wochen Streik schnell wieder bei null an.

        Antworten
  • 14. August 2015 um 21:40
    Permanentlink

    Seltsam in allen Beiträgen von „Befürwortern“ des Streiks ist das Folgende: Die Argumente beschreiben immer Missstände, die auf Geldmangel und schlechte Arbeitsbedingungen zurückzuführen sind. Völlig unverständlich wird dann die Schlussfolgerung gezogen: Aufwerten ist notwendig. Das ist der kleine aber bedeutende Unterschied. Der Streik hat nichts mit besserer Ausstattung, besseren Essensregelungen, mehr Personal und mehr Zeit für Kinder zu tun. Im Gegenteil. Wer glaubt, er hat es bloß mit bösen (Kommunal) Politikern zu tun, die abends im Geld schwimmen und es nur nicht für diese unwichtigen Aufgaben ausgeben wollen, der hat schon ein sehr seltsames Weltbild. Nein, wenn diese „Aufwertung“ kommt, werden die Arbeitsbedingungen weiter abgewertet. Deshalb sollten Eltern alle Kräfte gegen diese seltsam irrgeleitete Kampagne und gleichzeitig für mehr Geld in Ausstattung sowie zusätzliches Personal richten. Insofern ist die Bevki nunmehr auf dem richtigen Weg, wenn auch für meinen Geschmack immer noch nicht deutlich genug.

    Antworten
    • 20. August 2015 um 23:06
      Permanentlink

      An den „Papa“ es gehgt doch um die Gesamtsituation! Wenn die Kommunen seit wievielen Jahren über Geldknappheit klagen und bei Spielplätzen, Polizeiarbeit, Feuerwehr und Kitas seit Jahren sparen(außer im Neubau damit die nicht verklagt werden, aber bei Sanierung und Qualität ist nichts passiert) und seit vielen Jahren gibt es immer die Meldung von Rekordsteuereinnahmen. Aber bei den Kommunen passiert nix……außer das Städte ihren Wohnungsbau verkaufen und somit die Miete für alle teuerer machen. Und dann kommt z.B. die LAndespolitiker aus Sachsen die sich selbst 2500Euro mehr geben, eine Arbeitszeit bis 60 durchsetzen wollen und jetzt aber erst mit 63 in Rente gehen. Der Landtag vor Kurzem für 440 000Euro neue Schlösser einbaut weil die Abgeordneten zu oft den Schlüssel verlieren, aber es regnet in die Fenster meiner Grundschule rein, in der Turnhalle dürfen die Kinder nur mit Schaumgummibällen Fußball spielen usw.

      Da kommen die Kommunalen Politiker nicht auf die Idee mehr Geld vom Land zu fordern? Die setzen sich eher ein um auf Landesebene mal bezahlt zu werden und wollen es sich da mit niemanden versauen. Und wir alle sollen nun still halten? Und die führen uns alle hinters Licht! Diese „10%“ sind eine Provokation um zu sagen das es so nicht weiter geht, und dann ist immer die Frage 10% von was. Und alle Kollegen haben 32h+x. Das bedeutet 32h darf man arbeiten und erst wenn die Arbeit so weit aufgelaufen ist das es kaum noch auch mit 40h bewältigen kann, dann wird man für 8h queer durch die Stadt geschickt um irgendwo für 8h Kollegen aus dem Dreck zu helfen! Und wenn ich Ausbildungsberufe vergleiche und sehe das 3 Jahre Ausbildung genauso viel Wert sind wie 5 Jahre die man als Erzieher hat. Außer das ich als Erzieher 200-400Euro privat in die Kita mit einbringe weil entweder die Materialien so schnell wie man die braucht nicht zu bekommen sind und wenn ich über das Internet Dinge bestelle dann bezahle ich das Porto und mein Arbeitgeber dann die Rechnung ohne Porto. Allerdings erst Monate später. Es gibt ganz tolle Eltern die auch anerkennen das ich im Stadtteil die Spielplätze am Wochenende mit renoviere. Das ich mir wirklich für jedes Kind versuche etwas einfallen zu lassen um denen tolle Erfahrungen zu verschaffen, wie z.B. eine Zauberlesenacht. Aber ich werd dann von „oben“ blockiert indem ich einen Verwaltungsauffwand haben für Versicherung udn Alarmanlage und dann brauche ich noch die Zustimmung aller Kollegen die dann auch damit sagen das die für mich die Aktion machen würden wenn ich ausfalle. Wobei man dafür nur 3 Kollegen bräuchte müssen alle 9 ihre Zustimmung geben. Da wollte ich statt Film am Freitag lieber in der GS Singstar machen, damit die Kinder freude am Singen haben und merken das Lesen können echt Sinn macht! Ich musste sogar alle englischen Texte übersetzen damit die Kinder auch in Englisch keine Schimpfwörter singen! Und klar durfte ich das nicht in der Dienstzeit machen. Und so bekommt man IMMER viele Kleinigkeiten mit. Nicklichkeiten für die man keine der 32h bekommt sondern immer selbst da steht und oft auch auf 48h in der Woche kommt. Die Hilfe für das Stadtviertel ausgenommen! Und von der Politik will Keiner das sich etwas verbessert. Für Politiker sind es „nur“ Kinder. Und Wir sind nur die dummen Lakaien die ja keine Arbeit machen sollen und am Besten nur aufpassen, damit wir keine Kosten verursachen!

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *